Media Monday

Media Monday #136

Der erste Beitrag des Februar sei dem Media Monday vom Medienjournal gewidmet - und natürlich besonders dem jüngst verstorbenen Philip Seymour Hoffman, dessen Abschied von dieser Welt recht plötzlich kam und deswegen auch alle Fragen dieser Ausgabe inspiriert hat.
Wie immer sind die Fragen in normalem Format, meine Antworten in fett und kursiv zu sehen.

Die Fragen:
1. Philip Seymour Hoffman wird mir zuvorderst in seiner Rolle Gust Avrakotos in "Der Krieg des Charlie Wilsom" in bester Erinnerung bleiben, weil er diesen frustrierten, cholerischen CIA-Mann so unglaublich überzeugend 'rübergebracht hat. Das war eine DER Rollen in diesem Film und obwohl es Jahre her ist, dass ich ihn gesehen habe, erinnere ich mich noch immer gut daran.

2. Aber auch der Film The Big Lebowski unter Beteiligung von Hoffman ist ein absoluter Kultfilm, den man gesehen haben muss. Gute Schauspieler, abgedrehte Story, witzige, skurrile Momente - wer diesen Film noch nicht kennt, hat wirklich eine totale Wissenslücke.

3. Letzte Worte zum Tod eines – meiner Meinung nach – großartigen Schauspielers, der es noch weit hätte bringen können und wie so viele leider viel zu früh gehen musste:
Es ist schade, dass Philip Seymour Hoffman nicht mehr unter uns weilt - ich mochte seine Vielseitigkeit, sein Talent, die ganz normalen Irren überzeugend zu verkörpern. Kein Allerweltsgesicht, kein Allerweltscharakter, mit viel Talent für das Ungewöhnliche im Gewöhnlichen gesegnet - jemand, der mir ganz sicher in dieser Filmlandschaft Hollywoods fehlen wird.

4. Während die Todesursache noch längst nicht offiziell mitgeteilt worden ist, wird allerorten bereits heiter spekuliert und von einer Überdosis Drogen ausgegangen. Ob richtig oder nicht, tut so eine öffentliche Zurschaustellung, so ein Breittreten der mutmaßlichen Todesumstände einer Person des öffentlichen Lebens wirklich not? Wie ist eure Meinung?
Ich denke, solche Dinge sind eine Privatsache, die man nicht zu sehr verbreitern sollte. Natürlich ist bei einem unvorhergesehenen Tod eines Menschen mittleren Alters jeder neugierig, was nun der Grund gewesen ist, aber eigentlich geht das nur etwas die Leute aus seinem direkten Umfeld was an. Für den Rest der Welt sollte es reichen zu wissen, dass ein Mensch gestorben ist, und wo man kondolieren sollte. Ich bin kein großer Fan von diesem ganzen Medienzirkus.
5. Fernab jeder Pietätlosigkeit schreibt allerdings – wie ich finde – ________ oft sehr schöne Nachrufe auf verstorbene Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens wie zum Beispiel ________ .
Sorry, hier kann ich leider nicht wirklich etwas beitragen - ich lese selten Nachrufe, und mir sind auch keine Nachruf-Schreiber wirklich in Erinnerung geblieben.

6. Kommt nur mir das so vor, oder häufen sich in der letzten Zeit die tragischen Todesfälle? Oder liegt es vielleicht vielmehr an der wachsenden Verbreitung Sozialer Netze, dass man derartige Nachrichten ganz anders oder unmittelbarer wahrnimmt? Was meint ihr dazu?
Ich denke nicht, dass sich die tragischen Todesfälle häufen - wir nehmen sie durch Facebook-Trauerbekundungen, Twitter-Hashtags und so weiter nur deutlicher wahr. Ich erfahre inzwischen vom Tod bekannter Personen eher auf Social Media Kanälen als durch die Nachrichten. Da dann meist auch die Verbreiter noch ihre Trauer zum Ausdruck bringen, wirken diese Neuigkeiten natürlich direkter und unmittelbarer, sehr viel persönlicher als ein sachlicher Nachruf in der Tagesschau.

7. Meine zuletzt gesehener Film mit Philip Seymour Hoffman war Boogie Nights und der war überraschend gut, weil er ein eigentlich nicht so alltägliches Thema - den Aufstieg eines Pornostars in seiner Branche und den folgenden tiefen Fall - sehr ernsthaft und intelligent erzählt. Ich muss gestehen, ich war zu Anfang skeptisch, ob mir der Film gefallen würde, kann ihn aber jetzt nur empfehlen. Die drei Oscar-Nominierungen 1998 hat 'Boogie Nights' meiner Ansicht nach jedenfalls zu Recht erhalten.

Na, kennt ihr Philip Seymour Hoffman oder habt ihr einen der genannten Filme gesehen? Wenn nicht, nachholen!

Über Nerd- Gedanken

Nerd-Frau Mitte 30 und Kreative aus Leidenschaft, die permanent unter Ideen-Überdruck leidet. Schreiben, zeichnen und neue Welten entwerfen sind meine Hauptbeschäftigung. Man findet man mich im Netz überall dort, wo interessantes Rollenspiel und faszinierende Menschen locken.

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2 Eure Meinung zu den Nerd-Gedanken:

  1. Ich kannte ihn nicht - obwohl ich The Big Lebowski zu meinen Lieblingsfilmen zähle ("The rug really tied the room together!"). Ich musste auf Wikipedia nachsehen, in welcher Rolle er da unterwegs war.
    Es heißt aber nichts, dass ich ihn nicht kenne. Bei Trivial Pursuit bekomme ich das rosa Kuchenstück eigentlich nie. :)

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  2. Kenne ich ... als ich seinen Wikipedia-Eintrag angesehen habe, sind mir einige Filme aufgefallen, in denen ich ihn gar nicht bemerkt habe. :D Ist echt peinlich, aber das geht mir oft so. Gerade, wenn die Leute wirklich gute Schauspieler sind, sehe ich eher deren gut verkörperte Rolle als die Person dahinter.

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