Media Monday

Media Monday #137

And now to something completely different - the Larch! Nein, mal wieder der Media Monday vom Medienjournal, falls ihr euch schon auf einen Monty Python Sketch gefreut haben solltet. Nach einer für mich gesundheitlich sehr anstrengenden Woche bin ich wieder auf dem Damm und hoffe, euch ein paar amüsante Antworten präsentieren zu können. Wie immer sind meine Beiträge fett und kursiv formatiert.

Die Fragen:
1. Weil ich die Diskussion bei Facebook aufgeschnappt habe, gebe ich die Frage gerne direkt weiter: Welcher Film hätte eurer Meinung nach durch die Beteiligung von Drachen enorm gewonnen?
Nightmare on Elm Street! Im Ernst, das wäre doch mal witzig. Freddy Krueger und - tadaah! - DRACHEN! Wer würde da wohl lauter kreischen? Ansonsten muss ich sagen, bevorzuge ich eher Filme ohne Drachen, weil die als Stilmittel in der Fantasy eh immer wie eine bunte Kuh durchs Dorf getrieben werden, wenn den jeweiligen Autoren nichts mehr einfällt. Ich bin so froh, dass bei Games of Thrones nur drei Drachen existieren und diese verdammten Biester als genau das dargestellt werden, was sie sind: Gefräßig und gefährlich.

2. Wie wichtig ist euch die musikalische Untermalung bei Filmen? Und bevorzugt ihr eher Soundtracks oder Scores?
Ich brauche für mein Film-und-TV-Wohlfühl-Eckchen dringend die passende Musik. Wer könnte sich Filme wie "Fifth Element" ernsthaft OHNE die kongeniale Klangkulisse vorstellen? Wenn man bei "Conan der Barbar" die Filmmusik wegnimmt, was bleibt denn dann noch vom Film? Bei TV-Serien stimmt mich ein guter Titel-Track gleich richtig auf das Thema der Folge ein, Höhepunkte, die mit passender Musik untermalt sind, bleiben mir lange im Gedächtnis. Ohne geht wirklich nicht.

3. Aber wo wir gerade schon einmal beim Thema Musik sind: Es gibt ja diverse Filme, wo Stars sich auch mal als Gesangstalente versuchen. Welche dieser Darbietungen hat euch am meisten imponiert?
Da fällt mir vor allem "Sweeney Todd" ein - komplett durch gesungen von allen wichtigen Stars. Ich hätte nicht gedacht, dass das funktioniert, aber es ist ein richtig guter Film, der aus einer Menge anderer heraussticht, und das nicht nur wegen Johnny Depp. Oder aber die Endfolge von "Bones" in der vierten Staffel, in der Jungpsychologe Lance Sweets (John Francis Daley) in die Rolle eines Möchtegern-Musikers schlüpft und zwei Songs seiner Band zum Besten gibt:



4. Manche Reihen (also von Büchern, Serien oder Comics) scheinen sich endlos hinzuziehen. Manche verlieren im Laufe der Zeit an Qualität, manche halten ein konstant hohes Niveau. Wie steht ihr zu solchen Neverending-Stories und was wären eurer Meinung nach Positiv- oder Negativbeispiele?
"Detektiv Conan", ein Manga, das nun bald 80 deutsche Einzelbände umfasst, ist da mein größtes Positivbeispiel: Nach wie vor spannende, skurrile Kriminalfälle mit einer witzigen und zeitlosen Rahmenhandlung. Ich glaube, diese Serie könnte ich auch noch 2050 lesen, falls es sie dann noch gibt. Mein Negativbeispiel ist schwierig. Viele Reihen verlieren nach einer gewissen Zeit den Drive, wenn die Story über einen bestimmten Punkt hinaus gestreckt wurde. Babylon 5 hat die 5. Staffel nach dem fulminanten Höhepunkt in der vierten absolut nicht gut getan, und ich tue mich immernoch sehr schwer damit, alles anzusehen. Am liebsten würde ich nach der vierten Schluss machen :)

5. Ich tue mich im Moment ein wenig schwer, all die Serien, Filme, Comics und Bücher zu sichten, die mich interessieren würden. Wie geht es euch in der Beziehung? Fühlt ihr euch auch manchmal erschlagen von der Flut an Neuveröffentlichungen und Altlasten oder seht ihr das ganz entspannt? Habt ihr schon mal eine Reihe bewusst nicht begonnen, in dem Wissen, dass diese zu viel eurer Zeit beanspruchen würde?
Gerade bei dem Trend der letzten drei Jahre, Vampire und Werwölfe in allen Formen und Farmen literarisch zu präsentieren, bin ich irgendwann ausgestiegen. Versteht mich nicht falsch, eines meiner Lieblingsthemen in meiner Kindheit waren Vampire, mit 12 oder so habe ich "Dracula" zum ersten Mal gelesen und fand es ungemein spannend. Aber dieses Überangebot ist einfach zu viel, das kann doch kein Mensch alles lesen und gut finden ... wenn die Buchbranche mal wieder einen Trend entdeckt, ist das für das gewählte Thema in der Regel ein Todesstoß.

6. Gewalt und Nacktheit waren seit jeher die die größten Aufreger im Film- und Serienbusiness und brachten und bringen immer wieder die Leute auf die Barrikaden. Wie steht ihr dazu? Gewollte Provokation, sinnvolles Stilmittel, überflüssige Effekthascherei oder Freiheit der Kunstschaffenden?
Ich denke, es kommt ganz darauf an, wie diese Stilmittel (und das sind sie für mich hauptsächlich) eingesetzt werden. Eine Gladiator-Serie wie "Spartacus" kann kaum ohne Gewalt auskommen, und Erotik ist dann das andere, ebenfalls krass benutzte Gegengewicht, um das Leben von Menschen zu zeigen, die gezwungenermaßen in Extremen leben. Was wäre denn "Sex and the City" ohne die vielen Diskussionen der vier Freundinnen über eben Sex? Damals war die Serie eine totale Revolution, die erste, die so freizügig mit dem Thema Sex umgegangen ist, ohne zu viele nackte Tatsachen zu zeigen.
"The Walking Dead" wäre ohne blutiges Zombiemetzeln wohl kaum eine erschreckende Endzeit-Story mit deutlichem Horror-Einschlag. "Rome" und "Games of Thrones" könnten weder ohne Gewalt noch ohne Erotik die ganze Palette Intrigen, aber auch Menschlichkeit zeigen. Solange beides nicht überstrapaziert wird und zum Selbstzweck verkommt, finde ich an derartigen Stilmitteln nichts Falsches.

7. Meine zuletzt gelesenes Buch war Göttlich verdammt von Josephine Angelini und das war für mich ziemlich schwere Kost trotz Teenager-Fantasy-Romanzen-Genre, weil die Heldin eine furchtbare Mary Sue ist und ich mich dauernd gewundert habe, ob hier nicht massiv von Twilight oder anderen Genre-Vertretern abgekupfert wurde. Allein die Tatsache, dass die Heldin von ihrer Mutter darüber belogen wird, wer ihr Vater ist, damit sie und ihr Love Interest bloß nicht zusammen kommen können und man noch ein paar Seiten mehr unmögliches Teenager-Geschmachte ertragen muss, war schon sehr vielsagend. Ich frage mich wirklich, welcher fiebrige Geistesblitz mich zur Lektüre dieses mal vor ewiger Zeit für lau bei Amazon heruntergeladenen eBooks getrieben hat ...

Und das war es wieder für heute :) was habt ihr denn als letztes gelesen und wie hat es euch gefallen?

Über Nerd- Gedanken

Nerd-Frau Mitte 30 und Kreative aus Leidenschaft, die permanent unter Ideen-Überdruck leidet. Schreiben, zeichnen und neue Welten entwerfen sind meine Hauptbeschäftigung. Man findet man mich im Netz überall dort, wo interessantes Rollenspiel und faszinierende Menschen locken.

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2 Eure Meinung zu den Nerd-Gedanken:

  1. Deine Einschätzung zu Bab 5 kann ich unterschreiben. Die 5. Staffel fällt ziemlich ab nach den ersten Vieren :(

    Bei Rome fand ich den Sex völlig überflüssig und viel zu viel. Bei GoT war es auch nicht ohne, konnte man aber noch aushalten.

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  2. Naja, ich sehe den Sex bei Rome vor allem als politisches Mittel, genau wie die Gerüchte, die Flüche, die Versuche, andere auszuschalten oder auf die eigene Seite zu bringen. Damit macht der Sex schon wieder Sinn, und auch in der entsprechenden Dichte - weil es eben ein Mittel war, das man nutzen konnte, und das auch vor allem Frauen zur Einflußnahme nutzten.

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