Babylon 5

Media Monday #242



Schon wieder Montag! Irgendwie ging die letzte Woche ultraschnell vorbei - was vielleicht auch an dem Rollenspielplot liegt, den ich drei Abende lang für meine Gilde bei SW:TOR mitgeleitet habe und der natürlich viel Zeit gefressen hat. Aber nun gibt es für euch erstmal den Lückentext des Media Monday vom Medienjournal. Wie immer sind meine Ergänzungen fett und kursiv markiert.

1. Die überzeugendste Storyline einer gesamten Serienstaffel ist für mich immer noch die vierte Staffel von Babylon 5 - aber generell alle vier Staffeln gemeinsam, da sie sich nacheinander zu einem ganz klaren Höhepunkt verdichten, der dann in der vierten Staffel erreicht wird. Eigentlich hätte es nach diesem Ende und der Auflösung gar keine fünfte Staffel gebraucht, aber es war trotzdem gut, dass man noch ein bisschen mehr aus diesem Universum sehen durfte - als Fan kann man ja von etwas gutem nie genug bekommen!

Die Spartaner bei der Verteidigung ihrer Heimat | 300
2. 300 ist vom künstlerischen Standpunkt her sicherlich toll, aber ich fand die Story dermaßen hahnebüchen und überzeichnet, dass ich diesen Film gar nicht anschauen mag. Auch nicht den zweiten Teil, der sich ja einer ähnlich stilisierten Optik bedient. Wenn man auch nur ansatzweise Ahnung vom Altertum hat, dann tun diese beiden Filme in so vielerlei Hinsicht innerlich weh, dass es echt unangenehm ist.

3. Einer der interessantesten Bösewichte ist für mich Petyr Baelish bei 'Das Lied von Eis und Feuer' - denn er verfolgt ganz klar seine eigene Agenda und geht dabei relativ unbarmherzig vor, aber gleichzeitig kann man einige Dinge auch sehr gut verstehen, die ihn vielleicht zu diesem Kurs gebracht haben. Beispielsweise seine unerfüllte Liebe zu Catelyn Stark, aber auch die Notwendigkeit, an einem Hof zu überleben, der von der Regierungsunlust und auch -unfähigkeit eines Lebemanns bestimmt wurde. Ich bin sehr gespannt, wie er sich in den Büchern weiterentwickelt.

4. Die allgemeine Storyline von 'Star Wars: The old Republic' hat stark nachgelassen, seit die Storyschreiber entdeckt haben, dass das Prinzip der 'deus ex machina' dafür überaus praktisch ist, dass man keine extra Storylines mehr für die beiden Fraktionen machen muss, sondern sowohl die Republikaner als auch die Imperialen dieselben Quests erledigen lassen kann. Nachdem man als lose Allierte die Revan-Gefahr bannen musste, kämpft man nun gemeinsam als klar bestimmte Widerstandsallianz gegen die bösen Zakuul-Leute, welche die Galaxis einfach mal überrannt haben. Ich habe irgendwie Angst vor dem nächsten Addon, denn so langsam geht es eigentlich nicht mächtiger auf Gegnerseite - und wenn man sich schon für eine Fraktion entscheidet, dann möchte man doch diese spielen und nicht irgendeine halbgare Gemeinschaftsaktion durchziehen müssen.

5. Nachdem ich am Freitag die durch ungefähr hunderttausend Werbeeinblendungen unterbrochenen ersten drei Folgen der vierten Staffel 'Game of Thrones' gesehen habe, weiss ich jetzt auch wieder, warum ich nicht mehr fernsehe und mir Serien lieber im Komplettpaket reinziehe. Ja, Privatsender müssen sich irgendwie finanzieren. Wenn man aber gefühlt alle zehn Minuten auf die immer gleichen Werbespots glotzt, ist das einfach kein Vergnügen mehr.

Stardirigent Rodrigo bei einer sehr unwilligen Werbeaktion | Mozart in the Jungle, Staffel 1
6. Mozart in the Jungle hat mich als Buch ja durchaus gereizt, schließlich ist die auf diesem Buch basierende Amazon-Originals-Serie echt genial und zeigt einem das Business der klassischen Musik (und derer, die sie machen) auf eine ganz eigene Art und Weise. Andererseits, derzeit gibt's das nur auf englisch und ich bin abends immer furchtbar faul, wenn ich vor dem Einschlafen noch was lese - da drücke ich mich meist um fremdsprachige Bücher.

7. Zuletzt habe ich die letzten Folgen der ersten Staffel 'Person of Interest' geschaut und das war sehr spannend, weil einer meiner Lieblingscharaktere den ersten Auftritt hat (Root) und die Staffel mit einem herrlichen Cliffhanger endet. Erzählerisch ganz großes Kino, auch die Einblicke in John Reeses Vorgeschichte und die kollegiale Übereinkunft zwischen den beiden so unterschiedlichen Polizisten Fasco und Carter machen einfach eine Menge Spaß. Zeit, sich der zweiten Staffel zuzuwenden, damit endlich auch eine dritte spannende Dame die Bühne betreten darf...

Über Nerd- Gedanken

Nerd-Frau Mitte 30 und Kreative aus Leidenschaft, die permanent unter Ideen-Überdruck leidet. Schreiben, zeichnen und neue Welten entwerfen sind meine Hauptbeschäftigung. Man findet man mich im Netz überall dort, wo interessantes Rollenspiel und faszinierende Menschen locken.

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4 Eure Meinung zu den Nerd-Gedanken:

  1. 300 ist nicht schlecht, aber wirklich nicht unbedingt für jeden. Nicht weil Frank Miller in den Sachen meist alles überzeichnet, sondern auch Zack Snyders Regieführung etwas anders ist.

    Bei Star Wars, so sehr ich es auch mag, ist immer wieder das Problem, sobald etwas vom Schema Jedi vs. Sith oder Republic/Rebellion vs. Empire abweicht, ist es entweder totaler Murks (Yuuzhan Vong) oder nur eine Eintagsfliege (diverse bedrohliche Dark Side Kulte oder aufstrebende Warlords).

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    1. Bei 300 darf man einfach keinen kulturhistorischen Sinn erwarten - das war vermutlich mein größter Fehler dabei ;)

      Was SW:ToR angeht: letztendlich lebt Star Wars von dem Grundkonflikt Jedi vs. Sith und Republik vs. Imperium. Wenn man seit zwei Addon-Releases aber gezwungen ist, im Grunde dasselbe, nur nochmal in grün zu bespielen - unlaubwürdige Allianzen gegen einen viel, viel mächtigeren Feind - ist es irgendwann einfach nicht mehr lustig. Das fand ich schon bei WoW nervtötend, dass zuerst der ultimative Konflikt hochstilisiert wird, und sich dann alle liebhaben (müssen).

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  2. "300" fande ich nicht schlecht, allerdings habe ich auch keine Ahnung von akurater historischer Kleidung. :)

    Bei der TV-Werbung finde ich die Werbepause nicht ganz so schlimm, da nerven mich vielmehr die Werbebauchbinden mitten in der Übertragung, die dann das unter Bildschirmdrittel komplett zukleistern und nicht selten noch Geräusche von sich geben. Furchtbar.

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    1. 300 ist auch, was die Darstellung der historischen Figuren angeht, eine einzige Katastrophe :D aber hey, es ist ein lustiger Unterhaltungsfilm mit einer Menge halbnackter Männer, mehr darf man nicht erwarten.

      Und ja, das mit diesen Werbebauchbinden geht mir auch brutal auf den Geist. Wer sich das hat einfallen lassen, gehört von dem Zeug einfach mal eine Woche lang zwangsbeschallt!

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