Media Monday

Media Monday #225


Grau in grau, dieser Montag - da wünsche ich mich prompt in den Oman zurück, der zwar sehr viel mehr mit Sandtönen prangt, aber dafür auch ordentlich Sonne bieten kann. Aber es gibt ja auch den Media Monday des Medienjournals für euch, der dann hoffentlich ein bisschen entschädigt. Wie immer sind meine Ergänzungen zum Lückentext in fett und kursiv markiert.

1. Mit den Filmen von Uwe Boll kann man mich ja echt jagen, denn die haben so gar nichts von dem, was ich an Filmen mag. Keine brauchbare Story, meistens ausgesprochen seltsame Schauspieler, und selbst die Special Effects sind scheisse. Diese Filme kann man sich echt sparen, ausser man will ein Trinkspiel machen, bei dem man bei jedem Moment, an dem irgendeine blöde Sache passiert, einen Kurzen kippt. Allerdings ist man dann spätestens nach den ersten 20 Minuten besoffen ...

Daniel Craig als James Bond in 'Spectre'
2. Der Trailer zu "Spectre" ist mal wieder etwas, das mich instant zum Sabbern gebracht hat. Nicht nur, weil es ein James-Bond-Film ist, sondern weil er genau das zu werden verspricht, was ich mir erhoffe: gute Unterhaltung mit einem genialen Bösewicht (Christoph Waltz als Blofeld, heidewitzka!) und natürlich einem sexy Daniel Craig, der sich von Film zu Film für mich positiver in Richtung Fleming-Bond entwickelt, trotz der blonden Haare.

3. Die "Aetherwelt" von Anja Bagus braucht sich nicht vor einschlägigen Genre-Vertretern zu verstecken, schließlich spielen ihre Romane im Steampunk-Deutschland, sie bietet interessante Persönlichkeiten auf und einer Sache darf man sich immer sicher sein: Dass sie ihre Leser auf interessante und spannende Weise überrascht. Wer also nach neuem Lesefutter mit Steampunk-Hintergrund sucht, sollte hier zugreifen!

4. Während mir Matrix ja noch richtig gut gefiel, war der Nachfolger schon deutlich weniger schmissig. Es gibt ja Leute, die auf die Matrix-Trilogie schwören, aber ich wünsche mir immer noch, sie hätten nach dem ersten Film einfach aufgehört zu drehen. Weniger seltsame Drehungen und Wendungen der Story, weniger entzauberte Welt.

5. Der Horroctober ist im vollen Gang. Ich für meinen Teil bin ja nicht so der Horror-Fan. Die meisten Horror-Filme sind ja doch eher splatterlastig oder haben eine dermaßen an den Haaren herbeigezogene Story, dass man das Ende absehen kann. Ist einfach nicht mein Genre.

Einer der Höhepunkte der ersten Staffel von 'Defiance' - eine sehr schwierige Hochzeit
6. Von der Bildsprache her ist Sin City einfach nur genial, denn das schwarz/weiss wird immer mal wieder von wichtigen Farben durchbrochen und richtet den Blick dadurch umso mehr auf entscheidende Details. Für Leute wie mich, die auf Oldschool-B/W-Comics stehen, sind Filme wie diese beiden eine echte Offenbarung und ich hoffe sehr, dass da noch was nachkommt.

7. Zuletzt habe ich die letzten Folgen der ersten Staffel von 'Defiance' gesehen und das war einfach genial, weil die Staffel mit einem fiesen Cliffhanger endet und mich so richtig für die zweite Staffel gehyped hat. Interessante Konflikte, interessante Charaktere, eine spannende Welt mit vielen Möglichkeiten - da freue ich mich richtig auf die Fortsetzung.

Über Nerd- Gedanken

Nerd-Frau Mitte 30 und Kreative aus Leidenschaft, die permanent unter Ideen-Überdruck leidet. Schreiben, zeichnen und neue Welten entwerfen sind meine Hauptbeschäftigung. Man findet man mich im Netz überall dort, wo interessantes Rollenspiel und faszinierende Menschen locken.

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4 Eure Meinung zu den Nerd-Gedanken:

  1. Zu 3: MATRIX hätte mir als eigenständiger Film auch gereicht. Der zweite geht noch, aber es wäre doch einfach schön, wenn so geniale Werke auch für sich stehen dürften.

    Zu 5: Es gibt zum Glück genügend Horrorfilme, die so gut wie gar nicht auf Splatter setzen. Gerade in den letzten Jahren kommen reichlich Strömungen auf, die wieder voll auf Atmosphäre setzen (Regisseure wie Ti West, James Wan, etc. sind da zu nennen). Und was empfindest du denn als "an den Haaren herbei gezogen"? Dass die Figuren öfter mal recht beknackt handeln?

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    1. Ja, genau das - bei manchen Figuren in Horrorfilmen weiss man einfach schon weit vorher, dass sie sterben werden, und das nimmt mir dann ganz brutal die Spannung. Aber vielleicht sind Horrorfilme auch einfach nicht mein Genre. Die meisten sind einfach nicht mein Ding ;)

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    2. Das kommt natürlich echt drauf an was man guckt. In manchen Filmen (und das sind dann die Guten Exemplare) weiß man nicht mal worauf es überhaupt hinaus läuft. Vielen ist das dann auch wieder zu vage, aber man muss sich bei dem Genre einfach von der (bei vielen Filmfreunden leider sehr präsenten) Fixierung auf Plot lösen. Die Inszenierung ist da eigentlich wichtiger. Atmosphäre zum Selbstzweck sozusagen ;)

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    3. Bei der Neuauflage von "The Fog" habe ich mich ab dem Moment, ab dem man die Tentakel gesehen hat, einfach nur noch totgelacht. Mein damaliger Freund war so beleidigt deswegen, weil ich ihm den Film versaut hatte, aber ich konnte das einfach nicht mehr ernst nehmen ...
      Bei 'Scream' zB hatte man bis zum Ende Spannung, für eine echt gute Überraschung - da war ich mal positiv überrascht.

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