Horror

Media Monday #276

 
Nach einem tollen Wochenende und wieder einem Jahr älter melde ich mich mit dem nächsten Media Monday des Medienjournals zurück - wie immer gibt's meine Ergänzungen zum Lückentext in fett und kursiv markiert. Viel Spaß!

1. Horrorfilme im Oktober schaue ich auch nicht lieber oder weniger gern als in anderen Monaten des Jahres. Sorry Leute, an mir gehen diese jahreszeitbedingten Hypes einfach total vorbei.

2. Gerade die 3D-Fassung von "Avatar" sollte man unbedingt im Kino gesehen haben, denn sehr viele Elemente des Filmes sind auf diese Betrachtungsweise ausgelegt und gerade die Flug-/Sprungszenen wirken nur im Kino richtig in 3D. Ich habe es sehr bedauert, dass ich es damals nicht geschafft habe, aber mein Kerl (damals noch nicht mein Kerl) war in einer 3D-Fassung drin und schwärmt heute noch davon.

Brilliert in den Flug-Szenen in 3D: James Camerons "Avatar"
3. "John Carpenters Vampires" ist ein klassisches Beispiel, wo mit einem prominenten Namen geworben wird, um aus einem wirklich mittelmäßigen Film noch irgendwie was rauszuholen. Einer der miesesten Vampir-Streifen, die ich jemals gesehen habe, gleichauf mit dem Schmachtfetzen "Twilight", bei dem ich mir immerhin ein Buch holen musste, um vor dem Ende nicht einzuschlafen. Also, auf dieses Western-Horror-Splatter-Machwerk kann man wirklich getrost verzichten.

4. Einen guten Science-Fiction-Film macht eine glaubhafte, fremde Welt aus, dazu passende Technikelemente, ein interessantes Gesellschaftsstruktur und natürlich eine stringente Handlung. Neeein, ich bin ü-ber-haupt nicht anspruschsvoll, ich weiss. Leider hapert es bei den meisten Filmen bei einem dieser Punkte, und spätestens wenn ich als Technik- und Physik-Laie offenkundige Fehler erkenne, dann war's das für mich. "Jupiter Ascending" hatte beispielsweise eine sehr interessante Grundidee, einige wirklich gute Details - aber die Story, meine Güte ...

5. "Shaun of the Dead" hebt sich angenehm von anderen Filmen aus der Zombie-Ecke ab, weil es den Drehbuchschreibern Simon Pegg und Edgar Wright gelingt, das Zombie-Horror-Thema und viel schwarzen, britischen Humor zu einem wirklich unterhaltsamen Film zu verbinden. Die pure Verrücktheit eines Zombie-Ausbruchs gepaart mit bodenständigem Charme lässt den Film zu einem echten Dauerbrenner und -lacher werden.

Shaun (Simon Pegg, Mitte) gibt sich als Zombie aus, um nicht gefressen zu werden | Shaun of the Dead
6. Nähme man James-Bond-Filme für bare Münze, hätten Physiklehrer echte Erklärungsnöte bezüglich der unterschiedlichen Fallgeschwindigkeit von Flugzeugen und Menschen. Die Eröffnungsszene von "Goldeneye" ist ja wirklich sehr genial gemacht, aber nachdenken sollte man darüber wirklich nicht zu lange ...

7. Zuletzt habe ich im Römerkastell der Saalburg einen römischen Kochkurs gemacht und das war sehr spaßig und lehrreich, weil die Kursteilnehmer nach Rezepten des Apicius die Bestandteile eines opulenten Gastmahles zubereiten konnten, das am Ende natürlich auch verspeist werden durfte. Sehr viele leckere, bekömmliche und zum großen Teil fleischlose Speisen waren mit dabei - eine tolle Erfahrung, wenn man gerne kocht und mal über den kulinarischen Tellerrand hinausschauen möchte.
Dazu hat es einfach Laune gemacht, sich auf etwas ganz anderes einzulassen, inclusive musikalischer Untermalung mit antiken Instrumenten wie dem cornu und der tuba (welche mit der modernen Tuba mit Ventilen etc. nicht mehr viel gemeinsam hat, ausser dass beides Blechblasinstrumente sind). Wer mal in die römische Kultur schnuppern möchte und in der Nähe von Frankfurt/Main lebt, dem kann ich die Saalburg-Veranstaltungen nur wärmstens ans Herz legen, da geht richtig viel über das Jahr hinweg.

Über Nerd- Gedanken

Nerd-Frau Mitte 30 und Kreative aus Leidenschaft, die permanent unter Ideen-Überdruck leidet. Schreiben, zeichnen und neue Welten entwerfen sind meine Hauptbeschäftigung. Man findet man mich im Netz überall dort, wo interessantes Rollenspiel und faszinierende Menschen locken.

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4 Eure Meinung zu den Nerd-Gedanken:

  1. Ich liebe den Film "Shaun of the Dead". Simon Pegg ist einfach klasse. Ich habe schon so viele Filme mit und von ihm gesehen.

    Ich glaube, man darf bei einigen Filmen nicht darüber nachdenken, ob die physikalischen Gesetze da überhaupt beachtet werden.

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    1. Ja, ich mag seine Filme auch sehr :D war sehr überrascht, ihn dann plötzlich als Scotty bei Star Trek wiederzusehen, aber hey, das macht die Sache dann noch ein bisschen spaßiger.

      Filme darf man einfach nicht ernst nehmen - die gezeigte Realität hat einfach nichts mit dem realen Leben zu tun. Aber schon amüsant, wenn einem solche Sachen dann doch mal auffallen.

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  2. Römisch kochen - vermutlich LARP-tauglich?

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    1. Einiges davon auf jeden Fall, gerade die Sachen, die sich ohne Hitzeeinsatz vorbereiten lassen. Das Schöne ist, dass diese Sachen dann auch noch richtig gut schmecken und lauter gesunde Zutaten haben :)

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