Media Monday

Media Monday #169


Es ist mal wieder Montag, und ich muss erneut feststellen, dass die Zeit am Wochenende irgendwie im fast forward verläuft. Ganz schlechte Erfindung, wenn ihr mich fragt - immerhin ist das ja auch die Zeit, bei der man für die kommende Woche Kraft schöpfen soll. Damit eure Woche angenehm beginnt, gibt's bei mir mal wieder den Media Monday vom Medienjournal - ich habe den Lückentext wie immer mit eigenen Bemerkungen garniert, die fett und kursiv formatiert sind. Viel Spaß!
1. Star Wars - Episode II ist ein erschreckend schwacher Film, wenn man berücksichtigt, dass es Star Wars ist, dass George Lucas die Vorgeschichte zu den epischen Episode IV-VI erzählen wollte und eigentlich genug gute Drehbuchschreiber in der Hinterhand gehabt haben könnte. Allein dieses dauernde "Äni!" - "Padme!" - "Äni!"- "Padme!" -Gefasel lässt mich stark vermuten, dass man sich damals leider die Drehbuchautoren von GZSZ ausgeborgt hat und die nicht kreativ sein durften ...

2. Jüngst habe ich nach vielen Jahren einmal wieder James Bond jagt Dr. No gesehen und muss sagen, dass ich ein oder zwei Längen entdeckt habe, die mir früher nie aufgefallen waren. Oder aber es liegt daran, dass ich die Bond-Filme ohnehin schon nahezu auswendig kenne und sie mich deswegen nicht mehr nennenswert überraschen ... First World Problems.

3. Cowboy Bebop ist eine dieser Serien, die ich mir schon längst hätte angesehen, wenn ich mal die Zeit dazu hätte, mir diese Anime-Serie wirklich aufmerksam zu Gemüte zu führen. Aber bei uns liegen noch so viele andere Serien auf Halde, die auch angeschaut werden wollen, und mein Kerl ist eben nicht ganz so Anime-verrückt wie ich - da haben andere Sachen Vorrang.

4. Für meine private (Medien-)Sammlung möchte ich unbedingt noch sehr viel mehr historische Serien haben. Ich schwelge trotz meist absoluter Hintergrundmängel einfach in solchen Serien, in den Kostümen, den anderen Wertevorstellungen, den reduzierten Möglichkeiten mangels Technik. Klar, auch eine ultratechnisierte Krimiserie wie CSI kann mich packen und lange Jahre zum Fan machen, aber mein Herz schlägt für historisch angelehnte Storylines einfach sehr viel mehr.

5. Ein völlig zu Unrecht viel zu unbekannter Romanheld ist der Magier-Detektiv Harry Dresden aus den 'Dresden Files' von Jim Butcher. Dieser abgehalfterte Kerl mit dem Elektronikproblem (elektronische Geräte geben in seiner Gegenwart gerne mal den Geist auf), den eigenwilligen Mitbewohnern (ein Kater, en Hund, ein Geist) und verwirrenden Romanzen (unter anderem eine Halbvampirin) rettet eins ums andere Mal die Welt, ohne es darauf angelegt zu haben. Und hat dabei einen höchst eigenwilligen Stil, den man einfach mögen muss.

6. Der "Tatort" an sich hätte genauso gut ein Theaterstück sein können, denn viele der bislang gelaufenen Folgen sind von der Menge an Darstellern und Handlungsorten her dermaßen begrenzt, dass man es tatsächlich gut auf der Bühne hätte umsetzen können. Mal die andere Art urdeutsches Kulturgut sozusagen.

7. Zuletzt gelesen habe ich "Dirty Nerd" von David Grashoff und das war eher eine gemischte Erfahrung, weil einige der Texte in dieser Sammlung recht gut waren, andere allerdings so gar nicht mein Ding. Zudem scheint mir die Aufarbeitung des eBooks recht schlampig geraten, es gibt einige Rechtschreibfehlerchen, die mir beim Lesen dann doch aufgefallen sind - insgesamt denke ich, dem Ganzen hätte etwas mehr Lektorat und eine bessere Verschriftlichung der Slam-Poetry-Texte für den Lesefluss gut getan.

Über Nerd- Gedanken

Nerd-Frau Mitte 30 und Kreative aus Leidenschaft, die permanent unter Ideen-Überdruck leidet. Schreiben, zeichnen und neue Welten entwerfen sind meine Hauptbeschäftigung. Man findet man mich im Netz überall dort, wo interessantes Rollenspiel und faszinierende Menschen locken.

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