Media Monday

Media Monday #294


Ein wunderbar sonniger Montag lässt einen die Woche gleich besser beginnen - sollte es bei euch nicht so sonnig sein, gibt es immerhin den Media Monday vom Medienjournal. Wie immer sind meine Ergänzungen zum Lückentext in fett und kursiv markiert. Viel Spaß!

1. Film gewordene Theaterstücke finde ich mit Umgangssprache angenehmer als im jeweiligen Original. Gerade wenn Stücke wie "MacBeth", der "Romeo und Julia" oder ähnliches verfilmt werden, finde ich die Originalsprache eher irritierend denn hilfreich, nicht zuletzt, weil durch die filmische Bildgewalt viel vorweg genommen wird, was normalerweise durch die Texte der Schauspieler vermittelt werden muss. Da ist für mich weniger mehr.


2. "Stellaris" war mir irgendwann einfach zu eingefahren vom Spielprinzip her, als das ich das so suchten könnte, wie ich es bei CKII getan habe. Dabei macht das Game vieles richtig - man hat sein eigenes, bastelbares Volk, bestimmt die Ausrichtung, die Spielweise, viele Details - und dann kommt das übliche 4k-Gaming, bei der man auch als Diplomat und Pazifist im Grunde dauernd Kriege führen muss, weil die Optionen für eine Grenzerweiterung nur aus 'besetze es früher als andere' oder 'erobere es' bestehen. Als Pazifist hat man beim Kriegeführen nur noch eine unzufriedene Bevölkerung mit dazu, weil die Bürger des eigenen Reiches keinen Bock auf Krieg haben ... naja.

3. Stolz kann ich behaupten, von James Bond so ziemlich alle Filme gesehen zu haben. Kein Wunder, ich bin ja auch bekennender Bond-Fan und schaue nicht nur die Filme, sondern lese auch die Original-Bücher mit großem Genuss. Es ist faszinierend, wenn man bisweilen betrachtet, wie sich verschiedene Dinge entwickelt haben über die Jahre hinweg, man dem smarten Agenten im Kern aber immer treu geblieben ist.

4. "50 Shades of Grey" wäre besser "nur" ein Buch geblieben, denn der Film unterbietet das Buch in Punkto Anspruchslosigkeit und mangelnder Spannung noch locker um ein Vielfaches. Tut mir leid, an diesem Möchtegern-BDSM-Missbrauchs-Schwachsinn kann ich einfach keinen positiven Aspekt entdecken, weder in der Buch- noch in der Filmform. Erschreckend ist, wieviele weibliche Zuschauer dieser Missbrauchsgeschichte etwas abgewinnen können. 
Überlegt doch einfach mal, ob Christian Greys Vorlieben immernoch so sexy wären, wenn er ein übergewichtiger, armer Mittfünfziger wäre, der eine Zwanzigjährige stalkt und psychisch auf Unterwürfigkeit zu seinen sexuellen Vorlieben trimmt...


5. Filme schaue ich mir ja überwiegend mit meinem Kerl zusammen an, egal ob am heimischen Fernseher oder im Kino. Da das näheste Kino bei uns leider mehr als 30km entfernt liegt und man dann doch ein Weilchen über Stock und Stein fahren muss, sind wir zwar nach wie vor begeisterte, aber definitiv seltenere Kinogänger als früher.

6. Irgendwelche neuen Bücherserien oder "Trilogien" zu lesen schreckt mich allein schon dahingehend, dass es den wenigsten gelingt, die Spannung bis Band drei (oder mehr) aufrecht zu erhalten und heutzutage anscheinend alles irgendwie auf Serie getrimmt ist, damit mehr Geld verdient werden kann. Bei vielen Büchern habe ich das Gefühl, weniger Text und dafür knackiger geschrieben hätte dem Gesamtprodukt gut getan.

7. Zuletzt habe ich die ersten Folgen der sechsten Staffel "Game of Thrones" geschaut und das war richtig spannend, weil die Kacke sprichwörtlich dampft und man sich bei jeder Folge mehr fragt, was denn noch alles schiefgehen kann. Klar, ab und an erzielen die Helden kleine Erfolge, aber irgendwie wird das Gesamtbild immer schlimmer - manche Charaktere (Stannis Baratheon, seufz!) haben sich zudem ziemlich schrecklich entwickelt, echte Hoffnungsträger werden immer weniger. Und ich muss sagen, dass mich Daenerys' Dauerglück langsam echt nervt, da sie immer mehr zur Überfigur mutiert, egal wie kurzsichtig sie entscheidet.

Über Nerd- Gedanken

Nerd-Frau Mitte 30 und Kreative aus Leidenschaft, die permanent unter Ideen-Überdruck leidet. Schreiben, zeichnen und neue Welten entwerfen sind meine Hauptbeschäftigung. Man findet man mich im Netz überall dort, wo interessantes Rollenspiel und faszinierende Menschen locken.

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2 Eure Meinung zu den Nerd-Gedanken:

  1. Witzig, bei Theaterverfilmungen ist es bei mir genau umgekehrt. Ich finde die Orginalsprache durch das veränderte Medium irgendwie eingängiger und lebendiger.

    Hab eine schöne Woche!

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    1. Du ebenfalls :D ich schätze, ich bin da, was Theater angeht, zu sehr Purist. Theatersprache will ich im Theater haben, nirgends sonst :D Da funktioniert sie für mich, sonst nicht.

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