Media Monday

Media Monday #412


Nur noch ein Tag bis Urlaubsbeginn - und ich gestehe, dass ich mich wirklich sehr darauf freue, für einige Tage mal alles hinter mir zu lassen. Deswegen gibt es auch kommende Woche keinen Media Monday, da ich zu dieser Zeit schlicht nicht im Land sein werde. Ich hoffe aber, der heutige tröstet euch ein bisschen darüber hinweg. Wie immer habe ich meine Ergänzungen zum Lückentext in fett und kursiv markiert - viel Spaß!

1. Am meisten freue ich mich im Moment ja auf die Serie (oder neue Serienstaffel) von Lucifer, denn am Ende von Staffel 3 fand Detective Decker heraus, was es mit Lucifers wahrer Natur als Teufel auf sich hat und muss damit erstmal klarkommen lernen - garniert mit einem Intrigen spinnenden Priester, dem sie die ganze Geschichte erzählt hat. Da warten sicher noch einige spannende Folgen und hoffentlich viele trockene Sprüche zum Thema 'die mächtigste dysfunktionale Familie der Galaxis', die mir schon in den vorherigen Staffeln sehr viel Spaß gemacht haben.

2. Die Ausstrahlung der letzten Episode "Game of Thrones" lässt mich derzeit echt kalt - denn zu dem Zeitpunkt, zu dem ich sie hätte in Deutschland gucken können, befinde ich mich bereits im Ausland und amüsanterweise können wir die ganze Empörung (oder die spoilerlastigen Newsseiten allüberall) dann dank Urlaub aussitzen. Mal schauen, ob Folge 6 die Erlebnisse und WTF-Momente der Folge 5 noch toppen kann - aber das finde ich erst in zwei Wochen heraus.

3. Der Gedanke an eine Neuauflage von World of Warcraft zu Klassik-Zeiten ist schon cool, aber ich fürchte, die Leute die momentan am lautesten danach schreien, werden am ehesten enttäuscht sein, wenn die ganzen liebgewonnenen Komfortfunktionen der letzten über zehn Jahre WoW fehlen. Denn über eines sollte man sich bei WoW immer im Klaren sein: Die Grundversion, sozusagen Vanilla-WoW, war weit von bequem oder grindingarm entfernt - das vergessen nur viele Leute gerne, die das Ganze mit genügend Nostalgie verbrämen.

4. Momentan lese ich ja mal wieder Krimis zum Einschlafen - nämlich die "Inspektor Takeda" Reihe von Henrik Siebold, bei dem ein Polizist aus Japan an einem kollegialen Austauschprogramm mit der KriPo in Hamborg teilnimmt und nun dort reichlich Fälle gemeinsam mit der deutschen Kommissarin Claudia Harms zu lösen bekommt. Die beiden bilden ein ziemlich interessantes (und gegensätzliches) Duo und die Fälle sind durch die Bank weg spannend geschildert - für mich eine der lohnendsten Neuentdeckungen aus dem Prime Reading-Programm der letzten Monate.

5. Die schauspielerische Leistung von James Spader in "The Blacklist" wird ja maßlos unterschätzt, immerhin muss er versuchen, den ansonsten eher sehr durchwachsenen Cast mit seiner Darstellung des Schwerkriminellen Raymond "Red" Reddington zu retten. Ich mag seine Art, selbst in düstersten Momenten eine unterschwellige Ironie mit hinein zu bringen, während sein Charakter mit allem irgendwie klarzukommen versucht, was er sich als Ziel gesetzt hat und dem, was er bereits erlebt hat.

6. Im Vergleich zu herkömmlichen Serien ist das auf Netflix laufende "Bonding" ja schon etwas kurz geraten, sowohl der Staffelumfang wie auch die einzelnen Folgen, aber das nimmt der Sache weder den Witz noch die Qualität. Ein ungewöhnlicher Blickpunkt auf die Lebensrealität einer sympathischen jungen Frau, die als Domina arbeitet und ihrem besten Freund der Highschoolzeit einen Job als ihr Assistent anbietet, als er klamm im Geldbeutel ist. Skurrile Kunden, gut geschilderte Emotionen, und einiges, das nicht so ist, wie man zu Anfang vermutet - mir gefällt's!

7. Zuletzt habe ich die neueste (fünfte) Folge der letzten Staffel "Game of Thrones" gesehen und das war reichlich irritierend, weil eine absehbare Charakterentwicklung in einer dermaßen großen Hast forciert wurde, dass sie in ihrer Schnelligkeit einfach nur unglaubwürdig wirkt. Daneben mehrere unschöne Tode, bei denen ich mir eine andere Herangehensweise gewünscht hätte - mir fällt es derzeit gerade recht schwer, mich noch auf die letzte Folge zu freuen, da ich befürchte, dass das Ende der gesamten Geschichte noch erzwungener wirkt als die schnellen, großen Schritte bis dahin.

Über Gloria H. Manderfeld

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