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RPG-Blog-O-Quest #44: Regelwerke


Die Fragen zur RPG-Blog-O-Quest zum Thema "Regelwerke" stammen in diesem Monat von Christophorus, der diese in einem Gastartikel in Greifenklaues Blog veröffentlicht hat. Wie immer darf jeder/jede, der/die Lust darauf hat, die Fragen zu beantworten, sehr gerne mitmachen - schreibt einen Artikel, macht ein Video oder nehmt eine Podcast-Folge auf und verlinkt diese dann unter dem ursprünglichen Startartikel. 
Hier geht's zu meinen Antworten passend zu den Fragen:

1) Umfassend komplex, aufs Nötigste reduziert oder kreativ verpackt: Wie sollte für dich das optimale Regelwerk aussehen?
Ich mag Regelwerke, die eine umfassende Grundlage für eigene Ideen schaffen, das heißt, eine Erklärung zum Kampfsystem, Würfelproben, Magiesystem (falls vorhanden) und ausreichend Settings und andere Informationen, aus denen ein halbwegs kreativer Spielleiter etwas eigenes machen kann.  Für mich braucht es keine Abenteuerbände mit Schritt-für-Schritt-Anleitung oder Details bis ins letzte Bisschen, aber die Grundlage sollte immer solide genug sein, damit man mit ihr die meisten vorhandenen Fragen zu Proben, Funktionsweisen etc. beantworten kann. Daneben wünsche ich mir von Regelwerken, dass sie mir durch das gelieferte Material ein Gefühl für die Welt vermitteln - wie genau das geschieht, nehme ich sehr offen an und bin nicht auf ein bestimmtes Stilmittel festgelegt.

2) Welche Regelwerke haben dich bisher am meisten überrascht, und weshalb? (Positiv wie negativ)
Meine größte Überraschung der letzten Jahre war "Coriolis", das mich sofort angesprochen hatte, als ich den Kickstarter gesehen habe - und prompt durfte der Uhrwerk-Verlag für die deutsche Version auch einige meiner Euros entgegen nehmen. Besonders erfreulich war, dass das Regelwerk mit dem Weltentwurf und dem gelieferten Material alle Versprechen eingehalten hat - besser kann man sich ein Crowdfunding-Projekt nicht wünschen.

3) Verwendet ihr Hausregeln, um Regelwerke nach euren Vorstellungen umzuformen?
Ja - manches muss man einfach im Nachhinein noch ergänzen oder, wenn es sich als nervig oder unpraktisch erweist, verändern. In meiner früheren DSA-Runde haben wir zum Beispiel wegen der sehr niedrigen Mana-Regenerationsrate grundsätzlich mit einer entsprechenden Hausregel gespielt, damit Magier nicht die Hälfte des Spielabends ohne Mana herumsaßen und ansonsten bessere Prügelknaben waren.

4) Lest ihr lieber das fremdsprachige Original, oder kauft ihr (auch) die lokalisierte Fassung?
Je nachdem, was sich bekommen lässt. Grundsätzlich lese ich Regelwerke aufgrund der Fülle lieber auf Deutsch, damit mir wichtige Details nicht entgehen, aber ich habe auch einige englischsprachige Regelwerke in meiner Sammlung, die nie auf Deutsch erschienen sind. Deswegen schätze ich diese nicht weniger.

5) Hattest du schon einmal die Idee, ein eigenes Rollenspiel-Regelwerk (und ggf. damit verbunden, ein eigenes System) auf die Beine zu stellen? Wenn ja: Was ist daraus geworden?
Ja, hatte ich - diese Idee geistert mir schon seit zwanzig Jahren im Hinterkopf herum. Da ich aber absolut kein Zahlenmensch bin und es zum Zeitpunkt der ursprünglichen Ideenentwicklung noch keine Universalsysteme gab, liegt dieser Gedanke schlicht schon sehr lange auf Eis. Die Welt an sich nutze ich aber gerne als Hintergrund für eigene Geschichten und entwickle sie stetig weiter - auch wenn nie ein Regelwerk daraus werden wird, ist die Welt so lebendig wie eh und je.

Über Gloria H. Manderfeld

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