Media Monday

Media Monday #260


Wenn sich das Wetter mal entscheiden könnte, wäre es echt schön - ich habe langsam genug von dieser aprupten Mischung aus mal schön, mal scheiße. Dafür gibt's beim Media Monday des Medienjournals eine Mischung, die hoffentlich besser gefällt. Wie immer sind meine Ergänzungen zum Lückentext in fett und kursiv markiert.

1. Das Bloggen über Rollenspiel ist für mich ein echtes Anliegen und wird sicherlich immer Teil dieses Blogs sein und bleiben. Gerade, wenn es mal über eine grundlegende Nacherzählung von Rollenspiel-Szenen hinaus geht, wird es für mich interessant. Ich habe Spaß daran, mir Zufallstabellen, Abenteuer, Zusatzmaterial und Charaktere auszudenken, aber vor allem dann, wenn ich anderen Rollenspielern helfen kann, ihre Charaktere 'runder' zu gestalten, andere Blickwinkel einzunehmen, Neues zu entwickeln. Oder aber eine Brücke zu schlagen zwischen den verschiedenen Formen von Rollenspiel, die oft einfach nicht bekannt genug sind.

2. Als Fanboy/-girl gerate ich bei Star-Wars-Zeug meistens aus dem Häuschen. Ausser, wenn es sich um Orangen mit Star-Wars-Aufdruck, den alkoholfreien Kylo-Ren-Kindersekt und sonstigen Schwachsinn handelt, bei dem recht klar ist, dass es einfach nur ums Geld abzocken geht, nicht um das Fandom an sich.

Albert Finney als eine von Agatha Christie's bekanntesten Romanfiguren - "Hercule Poirot"
3. Agatha Christie zählt für mich zu den begnadetsten AutorInnen, denn sie hat es Zeit ihres Lebens geschafft, nicht nur wirklich viele interessante Kriminalromane zu schreiben, sondern auch einen Blick auf die Menschen und ihre Eigenheiten bewiesen, der viel Lebenserfahrung verrät und vermittelt. Daneben bieten ihre Romane auch unglaublich viel Zeitgeist um die Weltkriege herum und die sich wandelnden Gesellschaftsverhältnisse in Großbritannien. Wer "Downton Abbey" mag, dürfte sich in den Krimis von Agatha Christie wie zuhause fühlen.

4. An die Stadtbücherei Crailsheim denke ich gerne mit nostalgisch verklärtem Blick, schließlich habe ich da nicht nur die große weite Welt der Comics kennengelernt, sondern meinen Lesehunger nach Fantasy und Science Fiction während meiner Kindheit und Jugend stillen dürfen. Für eine Bücherei in einer eher konservativ orientierten Stadt hatten sie eine erstaunlich große Auswahl an Büchern, die man sonst nirgendwo bekam - ein Stück Freiheit in einer Umgebung, in der man ansonsten mit solchen Interessen ziemlich alleine war.

5. Zu einem richtigen Serien-Marathon kann ich mich nie so recht entschließen. Denn im Grunde betreiben mein Lebensgefährte und ich jeden Freitagabend bereits "Binge Watching", das heisst, wir schauen mehrere Serienfolgen nacheinander. Bei einer kompletten Staffel verliert man doch irgendwann zwischendrin mal die Lust daran, zumindest geht es mir so.

Derzeit kostenloses Gimmick für alle WoW-Spieler: das Addon "Warlords of Draenor" als Vorbereitung auf "Legion"
6. Die akute Content-Flaute bei SW:ToR hat mich jüngst dazu verleitet, wieder mehr World of Warcraft zu spielen und oh Wunder, es macht mal wieder Spaß. Wenn man ein ganzes Addon übersprungen hatte und das letzte voller Content ist, den man nie wirklich ausgekostet hat, hat man plötzlich erstaunlich vieles, das man sich noch anschauen kann. Und ich muss ehrlich sagen, dass mich der Umfang der letzten SW:ToR-Updates ziemlich enttäuscht hat.
Jau, die monatlich neu erscheinenden Kapitel sind nett - aber das ist genau eine Stunde 'Neues', danach wartet man einen weiteren Monat. Vergleicht man den Umfang von "Revan" und "KOTFE" mal etwas strenger mit den Inhalten von "Warlords of Draenor" - was sich beim investierten Geld in etwa gleichmäßig ausgeht - wird dieser Vergleich nicht von SW:ToR gewonnen. Gerade bezüglich neuer Operations, Raids, neuer Spielumgebungen, Questreihen und sonstiger Inhalte wäre es schon schön, wenn man bei SW:ToR mal wieder 'mehr' bekäme anstelle 'weniger'.
PvE-technisch habe ich bei SW:ToR im Grunde inzwischen längst alles durch, was ohne exzessives Raiden erreichbar wäre, ich mache nur noch RP und bediene den Markt mit Handwerksgegenständen, um für Deko für Gildenplots Geld zu verdienen. 

7. Zuletzt habe ich in meiner Game-of-Thrones-Rollenspielrunde ein regionales Turnier gespielt, das von über fünftausend Personen besucht wurde und das war für meine junge Lady, anlässlich deren Hochzeit mit ihrem Ritter das Ganze stattfand, ziemlich stressig, weil unglaublich viele Leute mit dem Brautpaar sprechen und von ihnen Aufmerksamkeit wollten. Dann gab es noch ein Melee, bei dem über dreißig Leute von einem Ritter getötet wurden - die erforderliche 'drei Tote' Quote für eine erfolgreiche dothrakische Hochzeit hätten wir jetzt jedenfalls erreicht. Und der Tjost steht noch aus - wer weiss, wen es da noch kostet! Blöderweise ist auch einer der Lords aus der umgebenden Nachbarschaft beim Melee draufgegangen, sodass sich da nun das ein oder andere ändern dürfte, da dieser Lord keine Erben hatte ...

Über Nerd- Gedanken

Nerd-Frau Mitte 30 und Kreative aus Leidenschaft, die permanent unter Ideen-Überdruck leidet. Schreiben, zeichnen und neue Welten entwerfen sind meine Hauptbeschäftigung. Man findet man mich im Netz überall dort, wo interessantes Rollenspiel und faszinierende Menschen locken.

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2 Eure Meinung zu den Nerd-Gedanken:

  1. Wie spielt sich denn das GoT Rollenspiel?
    Wir wollen morgen Charaktere basteln und ein Haus. Ich bin schon jetzt gespannt.

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    1. Ich finde es sehr spannend - wir verkörpern zwei Ladys aus jeweils verbündeten Häusern, dazu mehrere Ritter, eine Zofe und einen Söldner aus den Haushalten in unserer Gruppe. Momentan stecken unsere Herrschaften in einem wahren Konglomerat ungelöster Probleme - die Nachbarn im Reach sind alles andere als befreundet, einer der Lords versucht sich über die anderen zu erheben und hat sich eine Armee erheiratet, es gibt eine Banditenplage, der man Herr werden muss - reichlich zu tun ;) unser SL ist da sehr kreativ.

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