Media Monday

Media Monday #316


Willkommen in der neuen Woche - und damit die gut beginnt, gibt's wie immer den Media Monday des Medienjournals für euch. Meine Ergänzungen zum Lückentext sind in fett und kursiv markiert - viel Spaß!

1. Um mich an eine Serie zu binden, bedarf es eigentlich nur eines abwechslungsreichen Plots und interessanter Charaktere. Ja gut, ich weiss, das sind jetzt nicht gerade kleine Ansprüche, aber es gibt genügend Serien, die das schaffen. Beispielsweise "Downton Abbey", "Preacher", "Lucifer" und "Ripper Street" - nur um euch mal einen Querschnitt dessen zu geben, was mich anspricht.

2. Wer der neue Doctor (Who, Anm. d. Red.) wird, scheint derzeit eine Menge Leute sehr aufzuregen, da es diesmal ein weiblicher Doctor wird - nämlich gespielt von Jodie Whittaker. Aber hey, Leute - ihr motzt doch JEDES verdammte Mal, wenn der Schauspieler wechselt, also haltet einfach den Rand. Bisher hat es die BBC immer geschafft, den Doctor neu zu erfinden und ihm bei der neuen Inkarnation einige spannende Neuinterpretationen zu geben - warum also mal nicht mit einer Frau? Erst gucken, dann meckern. Nicht vorher. Vielleicht werden die ganzen ewigen Schelter positiv überrascht ...

3. Das Ende der Serie "Defiance" ist mir lang im Gedächtnis geblieben, denn es führt alle Erzählstränge sinnvoll und so unterhaltsam zu einem sinnvollen Schlusspunkt, dass mir das Fehlen einer vierten Staffel, wenn ich daran denke, manchmal echt das Gefühl eines großen Verlustes hinterlässt. Wirklich schade, dass so wenige gute SciFi-Serien lange überleben, ich sage nur "Firefly"!

4. Der Trend, moderne Frauenliteratur á la "50 Shades of Grey" damit zu bestreiten, dass eine junge, naive und meist jungfräuliche Doofe von einem über alle Maßen gutaussehenden, skrupellosen, superreichen Kerl zuerst bestalkt, dann verführt und im Zweifel auch noch vergewaltigt wird, ist etwas, das ich wohl nie verstehen werde. Nicht nur, dass das nichts mit BDSM zu tun hat, nein, es vermittelt auch ein Frauenvorbild, bei dem ich stark hoffe, dass sich unsere Kinder niemals daran orientieren werden. Denn selbst als überzeichnete Dominanzphantasie taugt das Ganze in all der Übergriffigkeit des männlichen Helden nun wirklich nicht mehr.

5. Im dritten Quartal dürfte meines Erachtens "Valerian - Die Stadt der tausend Planeten" einen Kinobesuch wert sein, schließlich beruht der Film auf einer herausragenden SciFi-Comicserie ("Valerian und Veronique"), von der ich seit vielen Jahren einfach nur begeistert bin. Wenn auch nur die Hälfte der genialen Ideen aus der Serie mit in den Film eingeflossen sind, habe ich die Hoffnung, dass das kein Reinfall wird.

6. Mass Effect: Andromeda ist eines dieser Spiele, das wegen bestimmter Spielaspekte dermaßen durch den Dreck gezogen wurde, dass die positiven Punkte total untergehen. Eigentlich schade - denn das Game ist zwar nicht der total große Wurf, aber so mies, wie es von vielen Leuten gemacht wird, ist es auch nicht. Ich spiele es im Let's Play und habe damit immernoch Spaß - selbst mit dem Landefahrzeug Nomad, bei dem mir manche Zuschauer schon gesagt haben, sie hoffen, dass ich nie den Führerschein bekomme ...

7. Zuletzt habe ich den Film "Nerve" gesehen und das war ziemlich gut gemacht, weil der Übergang von lockerer, spaßiger Spielshow hin zu erschreckendem, tödlichen Wettlauf gegen die Zeit und die Usercommunity sehr fließend ist und damit umso erschreckender. Zu sehen, wie schnell sich die öffentliche Aufmerksamkeit gegen die Protagonistin richtet und wie hohl hohe Viewerzahlen sein können, hält dem Influencer-/Social-Media-Hype einen ziemlich bitteren Spiegel vor.

Über Nerd- Gedanken

Nerd-Frau Mitte 30 und Kreative aus Leidenschaft, die permanent unter Ideen-Überdruck leidet. Schreiben, zeichnen und neue Welten entwerfen sind meine Hauptbeschäftigung. Man findet man mich im Netz überall dort, wo interessantes Rollenspiel und faszinierende Menschen locken.

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4 Eure Meinung zu den Nerd-Gedanken:

  1. Volle Zustimmung zu 4: Solche "Trends" braucht wirklich kein Mensch; das wäre ein Rückfall in tiefstes Mittelalter. Und was Doctor Who angeht: mir geht das Gejammer darüber, dass der Doctor niemals eine Frau sein dürfe, dermaßen auf den Keks, dass es mir inzwischen piepegal ist, wer den Doctor spielt. Solange ich ihn/sie verstehe, die Companions was taugen und die Storys gut sind, habe ich kein Problem damit.

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    1. Jau .. ich finde es eh falsch, von vornherein über etwas zu urteilen, das man noch gar nicht gesehen hat. Wenn sie die Rolle schlecht verkörpert, dann verdient sie sicherlich die Antipathie, aber was, wenn nicht? Man sollte jedem Schauspieler, der diese Rolle übernimmt, eine Chance geben. Ich war bei David Tennant skeptisch und der hat das Ganze letztlich wunderbar gelöst.

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  2. Zu 4 kommt neben den von Dir genannten Punkte noch hinzu, dass die Bücher extrem schlecht geschrieben und die Filme schlecht inszeniert sind. Bitte lass diesen Trend schnell vorbei sein!

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  3. Der... Die neue Doktor wird bestimmt cool.

    Valerian und Veronique hab ich auch empgohlen, wobei es nur im deutschen Veronique hieß ... Ich bin sehr gespannt.

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