Media Monday

Media Monday #317


Dieses Wochenende stand für mich ganz in den Zeichen der Zombie-Tower-Defense - draußen war es auch einfach viel zu schwülwarm, um groß was machen zu wollen ;) und wie sah euer Wochenende aus? Die neue Woche startet wie immer mit dem Media Monday des Medienjournals - meine Ergänzungen zum Lückentext sind in fett und kursiv markiert. Viel Spaß!

1. Serien mit "Bösewichtern" als Protagonisten (bspw. Hannibal, Dexter, …) können durchaus funktionieren, solange man dem Bösewicht menschliche Züge verpasst, ihn aber nicht zu sehr vermenschlicht. Bei "Dexter" fand ich es immer sehr faszinierend zu sehen, wie er sich mit seiner Emotionalität auseinandersetzen musste, die dann doch irgendwo vorhanden war, bei "Hannibal" war der Kontrast zwischen Ästhetik und Grausamkeit interessant. Aber: bekommt man zu viel 'Nettes' serviert, funktioniert das Ganze für mich nicht mehr, denn ein Mörder ist und bleibt ein Mörder, das sollte trotz aller Sympathie nicht in Vergessenheit geraten - selbst wenn er 'böse' Menschen tötet.

2. "Valerian - Die Stadt der tausend Planeten" hat wirklich bahnbrechende Effekte, sodass man den Film meiner Ansicht nach auf jeden Fall im Kino sehen sollte - auf der großen Leinwand wirkt die Grafikpracht einfach so viel opulenter und überwältigender. Wie der Film sonst noch war, lest ihr in meiner Rezension - ich finde, er hat sich echt gelohnt!

3. Ich habe ja schon ein ziemliches Faible für ungewöhnliche Charaktere. Wenn in einem Film, einer Serie oder einem Buch mal jemand anders als der übliche, zum Helden designierte Char der Haupthandelnde ist, werde ich neugierig - am idealsten aber finde ich Storys, in denen jemand, der eigentlich ein ganz normaler Typ ist, durch Ideen, Improvisation und die Hilfe von Freunden etwas hinbekommt. Ich brauche keine strahlenden Paladine, Muskelmänner und Supermetzler als meinen Helden - deswegen mag ich auch den Buch-James-Bond meist lieber als die Version der Filme, da in den Büchern oft genug irgendwas schief läuft und er nur mit Geschick und guten Ideen aus der Problemsituation heraus kommt.

4. Ein im Voraus so sehr mediengehyptes Spiel wie "Mass Effect: Andromeda" könne ja nicht gut werden, dachte ich so, doch auch wenn es sicher nachvollziehbare Kritikpunkte gibt, ist der Shitstorm, der darüber hereingebrochen ist, in meinen Augen absolut überdimensioniert. Viele Spieler haben an bestimmte Titel einfach absolut unrealistische Erwartungen meiner Ansicht nach, die kaum ein Entwickler wirklich gut erfüllen kann.

5. Dem Spiel "Black Desert Online" wollte ich ja schon immer eine Chance geben, allein schon, weil mir von dessen Sandbox-Qualitäten aus verschiedenen Richtungen vorgeschwärmt wurde. Aber bisher kann ich mich weder mit der Grafik noch mit der Spielweise anfreunden - schade! Dann doch lieber andere MMORPGs, die nicht ganz so bunt oder asiatisiert sind ...

6. Grundsätzlich kann man sagen, dass ich in punkto Serien Produktionen von den Unabhängigen wie Amazon Prime, Netflix und Co. präferiere, schließlich gelingt es ihnen inzwischen, wirklich interessanten Stoff in Szene zu setzen, ganz ohne Programmvorgaben oder wie bei vielen US-Serien, falsche Prüderie aufgrund der Vorschriften für Sendeanstalten.

7. Zuletzt habe ich am Wochenende eine Menge "Fortnite" gespielt und das war ziemlich spannend, weil die Mischung aus Erkundung, Tower Defense und einfach simplem Zombieslashen wirklich unterhaltsam gestaltet ist und durch die abwechslungreichen Missionen ziemlich motiviert. Für mich ist das Ganze jedenfalls was total anderes, ich merke auch, dass ich nicht wirklich gut schieße - aber egal, man kann ja auch anders sein Können einbringen :)

Über Nerd- Gedanken

Nerd-Frau Mitte 30 und Kreative aus Leidenschaft, die permanent unter Ideen-Überdruck leidet. Schreiben, zeichnen und neue Welten entwerfen sind meine Hauptbeschäftigung. Man findet man mich im Netz überall dort, wo interessantes Rollenspiel und faszinierende Menschen locken.

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2 Eure Meinung zu den Nerd-Gedanken:

  1. Deine Meinung zu Mass Effect Andromeda teil ich ganz und gar nicht.
    Größte Kritik: Fehlende Inhalte im Mittelteil. Das einzige was der Mittelteil in dem Spiel bietet ist doch: Sammle...

    Es gibt so gut wie keine Änderungen... wo ist der versprochene Basenbau? Das Versprechen, dass es sich lohnt die neuen Siedlungen immer wieder mal zu besuchen? Null...

    Und meine größte Kritik...
    Mass Effect = Shepard... ein Held... eine epische Geschichte... Shepard konnte man auf Badass spielen und das war noch glaubwürdig... aber Scott? Ich bitte dich... das Milchbubi soll einer ernst nehmen?
    Sara kann man ja noch einigermaßen auf frech spielen... aber Scott?

    Aber das schlimmste ist: dass sie uns ein MAE hingehauen haben und alles dazu eingestellt...
    Keine Quarianer!!! Mal ganz ehrlich - hätte ich das gewusst, wäre mir MAE nie ins Haus gekommen... Sie haben das Spiel total verbockt und daran gibts absolut gar nichts gut zu reden. Aber anstatt es auszubessern wirds einfach in die Ecke gestellt.
    Danke Bioware!

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    1. Hm, also ich denke mal, mit Voeld bin ich einigermaßen im Mittelteil angekommen und ich finde diese Quests wirklich nicht schlecht. Gerade, wenn es darum geht, mehr Hintergründe über die Angaraner zu erfahren, die Quests der Gefährten zu verfolgen und so weiter, hat man einiges zu entdecken und zu genießen - Abwechslung ist für meinen Geschmack genug dabei.

      Da ich die weibliche Ryder spiele, habe ich keinen Einblick in Scotts Vorgehen, aber für einen weiblichen Charakter passt das, was ich bisher spielen konnte, recht gut. Scott - naja. Optisch ist die Grundversion ganz ansprechend, aber mein einziger Grund, ihn zu spielen, wäre die Lovestory mit Cora Harper ^^ sonst gibt's für mich keinen.

      Quarianer sind nett, aber für 'mein' Mass Effect brauche ich die nicht, da sind mir Kroganer, Asari, Salarianer etc. sehr viel wichtiger. Wenn man keinen Klon der ersten drei Mass-Effect-Teile erwartet, dann kann man mit dem Spiel imho durchaus Spaß haben :)

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