Media Monday

Media Monday #399


Nur noch eine Woche bis zum 400. Media Monday des Medienjournals - wirklich faszinierend, wie schnell die Zeit vergeht, wenn man Spaß hat. Aber auch diese Woche habe ich meinen Senf zum Lückentext abgegeben und ihn wie immer in fett und kursiv markiert - viel Spaß!

1. Früher mochte ich die Werke mit Bill Cosby, Kevin Spacey und anderen Stars mit Missbrauchshintergrund ja durchaus sehr gerne, jedoch ist das heute für mich ein echt zweischneidiges Schwert. Einerseits möchte ich das Können dieser Kreativen gerne bewundern, andererseits ist die kreative Arbeit allein nunmal nicht das ganze Bild. Auch die Bücher von Marion Zimmer-Bradley sind für mich nicht mehr so leicht zu ertragen.

2. Die klischeehafte Art und Weise, in der in Film und Fernsehen ideales Familienleben immer wieder dargestellt wird, lässt mir immer wieder die Galle hochsteigen. Ja, natürlich sind Familien mit intakter Elternbeziehung und gut geratenen Kindern sicherlich glücklich - aber das heißt nicht, dass dieses Werbeklischee für jeden taugen muss. Mehr Diversität wäre wirklich schön, vor allem, wenn es um Alleinerziehende geht. Immerhin ist dieses oft genug nicht freiwillig zustande gekommene Konstrukt heutzutage ein großer Anteil des Standards, nicht mehr "Vater-Mutter-Kind".

3. Die krasseste Typveränderung hat in meinen Augen Renée Zellweger durchlaufen, deren Gesichtsstruktur sich seit ihrem Durchbruch im ersten Bridget-Jones-Film deutlich verändert zu haben scheint. Wieviel davon natürliche Alterung und wie viel kosmetische Chirurgie ist, wird vermutlich niemand so recht herausfinden.

4. Ich glaube ja nicht, dass CSI: Las Vegas mich je wieder so wird begeistern können wie in den ersten Staffeln mit der Grundbesetzung rund um Grissom. Die Teamdynamik war erstklassig und tiefgründig, ich mochte eigentlich jeden Charakter sehr gerne und fand es extrem schade, als der erste Todesfall passierte. Ab da ging es für mich sukzessive abwärts und seit Staffel 10 mag ich die Serie eigentlich gar nicht mehr sehen.

5. Die britische Mini-TV-Serie "Bodyguard" ist eine der eindringlichsten Darstellungen eines Gegenwartsthrillers zum Thema Terrorismus und Politik, mit einer ganzen Riege herausragender Schauspieler. Wer diese Serie noch nicht gesehen hat, hat wirklich was verpasst!

6. Aktuelle Buchveröffentlichungen bekomme ich in der Regel nicht so aktuell mit, ausser ein Buch interessiert mich wirklich sehr. Ich gehöre eher zu den Leuten, die alte Bücher regelmäßig wieder lesen und diesen Genuss immer wieder durch ein neues Buch ergänzen. Da gehe ich dann eindeutig nach der 'wie spannend klingt der Klappentext' Methode vor, was manchmal enorm in die Hose geht, aber meistens doch zu spannendem Lesestoff führt.

7. Zuletzt habe ich weitere Folgen der dritten Staffel "Blindspot" angeschaut und das war ziemlich überraschend, weil ein Plottwist das FBI-Team mit einem umso erbitterteren Feind versorgt. Dabei sind die Motive dieses Feindes dabei ziemlich gut zu verstehen, immerhin geht es um essentielle menschliche Bedürfnisse, die für diesen Feind ziemlich lange auf der Strecke geblieben sind. Ich bin gespannt, wie sie das Thema auflösen - man darf gespannt bleiben!

Über Gloria H. Manderfeld

4 Eure Meinung zu den Nerd-Gedanken:

  1. Bodyguard fand ich auch sehr spannend, obwohl das Thema sonst nicht so mein Fall ist. In Bezug auf das Klischee des glücklichen Familienlebens gebe ich Dir absolut Recht. Es wäre sehr schön, wenn sich mal herum spräche, dass es auch andere Konstellationen sehr wohl glücklich sein können.

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    1. Klischee ist denke ich die einfachere Variante für nicht sonderlich gut bezahlte Autoren, gerade im deutschsprachigen TV-Bereich. Alles andere erfordert mehr Recherche, mehr Einblick, mehr Empathie - und das kostet Zeit und damit Geld. Leider :/

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  2. Die Klappentext-Methode bei der Buchauswahl nutze ich auch. Mit ähnlichem Erfolg. ;)

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    1. So richtig haue ich nur dann daneben, wenn der Klappentext mit dem Inhalt nicht viel zu tun hat ;) aber gottseidank passiert das nicht wirklich oft.

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