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RPG-Blog-O-Quest #45: Crossover im Rollenspiel


Die RPG-Blog-O-Quest wird in diesem Monat von Seanchu goes Rlyeh zum Thema "Crossover im Rollenspiel" ausgerichtet und fragt vor allem nach unseren praktischen Rollenspiel-Erfahrungen. Na, mal schauen, was ich da so zusammen bekomme, denn bisher sind meine Erfahrungen mit Crossovern eher begrenzt. Aber man wächst bekanntlich an der Herausforderung!
Wie immer darf jede/r, der/die Lust darauf hat, mit einem Blogartikel, einem Video, Podcast oder einem anderen Format an der RPG-Blog-O-Quest teilnehmen - gebt nur dem Verfasser der Fragen Bescheid, wo sich euer Beitrag findet!

1. Setting Top, System Flop – oder aber umgekehrt. Habt Ihr schon Rollenspiel-Settings mit anderen Regeln bespielt? Wie sehen Eure Kombinationen aus?
Im Augenblick spielen wir in meiner "Game of Thrones" Pen&Paper-Onlinerunde in der Game of Thrones-Welt, aber nicht mit den vollständigen Regeln des entsprechenden Systems, sondern mit dem wesentlich detaillierteren GURPS-Regelsystem. Aus der Erfahrung einer vorherigen GoT-Runde haben wir versucht, ein System zu finden, bei dem die Spielercharaktere nicht zu schnell zu mächtig werden und die Gegner nicht künstlich verstärkt werden müssen, um eine Herausforderung zu bieten. Das funktioniert bisher sehr gut und wir werden das sicher auch so beibehalten. Das einzige Regelelement, das wir aus dem ursprünglichen GoT-Regelwerk übernommen haben, ist die Erschaffung der Häuser und das monatliche Auswürfeln von Zufallsereignissen.

2. Manches Rollenspiel hat gute Regeln. Gibt es Regel-Mechanismen, die Euch so gut gefallen haben, dass Ihr sie in andere Systeme übertragen habt? Welche waren das, und wie hat es funktioniert?
Bisher nur im Rahmen dessen, was ich bereits zu Frage 1 schrieb - so gut mir manche Mechaniken auch gefallen mögen, scheint es mir doch meist nicht passend, eindeutig für ein bestimmtes System gedachte Elemente irgendwo anders hin zu exportieren, ohne dass es irgendwo hakt.

3. Nutzt ihr Abenteuer oder Zusatzmaterialen „fremder“ Systeme für Eure Kampagnen? Falls ja – warum?
Da ich ausgesprochen selten als Spielleiter vorgefertigte Abenteuer verwende, nutze ich auch keine anderer Systeme. Wie es die Spielleiter halten, bei denen ich bisher als Spieler unterwegs sein durfte, kann ich nicht sagen, aber die haben in der Regel auch alle Plots selbst erdacht.
Was ich aber ganz gerne mal zur Auflockerung benutze, sind Zufallstabellen mit passendem Inhalt für irgendeine Szenerie, in der meine Spieler gerade unterwegs sind. Da ist ein Import auch selten schwierig, sollten in einer Tabelle unpassende Aspekte vorhanden sein, tausche ich sie dann einfach aus.

4. Raumschiffe über Aventurien, Lichtschwerter bei Star Trek, Vampire im alten London: wie abgedreht dürfen Eure Crossovers ausfallen? Und was geht gar nicht?
Eine gewisse weltimmanente Logik sollte schon vorhanden sein, damit es für mich passt. Während Raumschiffe über Aventurien zu dieser sehr fantasylastigen Welt meiner Ansicht nach nicht passen und Lichtschwerter ein klares Alleinstellungsmerkmal von Star Wars sind, das ich nicht irgendwo anders hin bringen würde, passen Vampire für mich in jedes Zeitalter der Menschheitsgeschichte.
Ich könnte mir auch gut vorstellen, dass ein Star Trek-Schiff einen Planeten entdeckt, auf dem Menschen in einem Mittelalterzeitalter leben und das Away Team sich entsprechen tarnen muss, um Informationen zu sammeln. Eine zu wilde Mischung ist aber eher selten was für mich, davon müsste ich erstmal überredet werden ...oder besser noch, überzeugt.

5. Wer gerne „CTHULHU“ spielt, kommt kaum umhin, regelmäßig auf die Vorzüge einer vermischten Kampagne aus „CTHULHU Gaslicht“-Abenteuern und rein kriminalistischen „Private Eye“-Fällen hingewiesen zu werden. Die beiden Systeme ergänzen sich offensichtlich sehr gut, die Mischung aus Mythos und Detektivfall passt. Welche guten Rollenspielkombinationen kennt ihr?
Generell denke ich, dass man "Vampire: The Masquerade" oder "Vampire: Dark Ages" recht gut in sehr viele Settings importieren könnte - von Mittelalterfantasy á la "Das Schwarze Auge" bis hin zu Cyberpunkwelten wie "Shadowrun". 
Auch "Star Trek Adventures" dürfte durch die weite Galaxie, in der es viele verschiedene Planeten und Völker geben kann, relativ offen für kreative Importe sein, das gleiche natürlich bei "Star Wars: Edge of Empire". Der absolute Allrounder ist aber FATE, für das es ja reichlich Quellenbände mit sehr unterschiedlichen Settings gibt - also ein Grundregelwerk, das dann noch eine jeweils frische Welt spendiert erhält.

Über Gloria H. Manderfeld

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