Blog-Stöckchen

RPG-Blog-O-Quest #30: Abenteuer


Neuer Monat, neuer Glück - und damit auch eine neue RPG-Blog-O-Quest, die im schönen März von Jaegers.Net veranstaltet wird und sich ganz um vorgefertigte Abenteuer zu Rollenspiel-Systemen dreht. Für mich eine echte Herausforderung, da ich so gut wie nie solche Abenteuer einsetze, ich schreibe sie höchstens - aber man wächst ja bekanntlich an seinen Herausforderungen! 
Die RPG-Blog-O-Quest funktioniert folgendermaßen: ursprünglich von Greifenklaue und Würfelheld ins Leben gerufen, gibt es jeden Monat von unterschiedlichen Rollenspiel-Bloggern zu einem von ihnen gewählten Thema fünf Fragen, die man in einem Artikel, Video, Podcast oder auf andere Weise beantworten kann. Viel Spaß!

Als Opener:
  • mein letzter Charakter: Zarass aus dem Hause Vassall, eine Revolverheldin/Glücksspielerin, Falleen, ehemaliges Mitglied der Schwarzen Sonne und mit einem gewissen Hang zu illegalen Aktivitäten gesegnet, stolz, risikobereit und eine Um-die-Ecke-Denkerin mit kreativen Lösungsansätzen für alle auftretenden Probleme, auf einem Rachefeldzug gegen einen Rivalen, der sie zu töten versucht hatte
  • mein letztes Abenteuer: eine noch immer laufende, von unserem SL selbst entwickelte Kampagne, bei der unsere Helden hoffentlich dem Imperium ordentlich in den Arsch treten
  • mein letztes System: Star Wars: Edge of Empire (zeitlich kurz nach der ersten Staffel "Rebels" angesiedelt, Ezra Bridger hat seine Botschaft an die Galaxis also bereits gesendet)

1. Ich empfinde fünf Stunden als ideale Dauer für ein One-Shot Abenteuer, bzw. eine einzelne Spielrunde, weil man sich länger ohnehin kaum richtig am Stück konzentrieren kann und dann für Leute, die weniger dran kommen oder noch unsicher sind, die Phasen der Untätigkeit/des Wartens auf einen 'Einsatz' nicht so lang sind. Klar ist das Ideal eines ganzen Spieltages irgendwo in meinem Hinterkopf, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass man das selten länger als einen Tag wirklich durchhält - der Mensch ist nunmal jemand, der Abwechslung mag, auch an einem reinen Rollenspiel-Wochenende.

2. Ich wünsche mir ein Abenteuer in dem für das jeweilige System passend umgesetzt Sex, Drugs und Rock'n'Roll vorkommen, denn die meisten Kaufabenteuer sind sicherlich gut ausgearbeitet, lösen sich aber nur selten von einer Fahrplanähnlichen Struktur und eher klassischen Storylines wie 'böser Schurke unterjocht/tyrannisiert/gefährdet Gegend/Stadt/Leute/Dämon, Helden müssen Schurken besiegen'.
Richtig innovative Geschichten sind mir da bisher eher weniger unterkommen und ein musiklastiger Roadtrip mit Drogen und wildem Beischlaf wäre dann mal was ganz anderes .... hmm ... jetzt habe ich Ideen für ein systemfreies Abenteuer, verdammt!

3. Welchen (eher unbekannten) Film möchtest Du gerne einmal als Abenteuer nachspielen, bzw. in ein Abenteuer verwursten und warum? Hast Du das vielleicht sogar schon gemacht und wie waren dann die Erfahrungen damit?
Hmm - was ich wirklich gerne mal spielen würde, wäre eine RPG-Variation von "Wild Wild West". Das Setting eines steampunklastigen Wilden Westen hat mich seit diesem Film immer gereizt und ich stelle mir die Mischung aus verrückter Wissenschaft, Bedrohung durch einen irren Schurken und Cowboys sehr spannend vor - aber umgesetzt habe ich das bislang noch nicht, aus Mangel an Mitspielern, Gelegenheit und System.

4. Der Einstieg in ein Abenteuer ist oftmals recht abgegriffen (die Erbschaft des unbekannten Stiefonkels schwiegermütterlicherseits …). Wie sah der beste Einstieg in ein Abenteuer aus, den Du (mit-)gemacht hast?
Ich hatte bisher das Glück immer recht kreativer Spielleiter, sodass es schwierig ist, da das 'beste' herauszufiltern, aber ein Einstieg, an den ich mich sehr gerne erinnere, war in der zweiten GoT-Runde, in der ich eine Sklavin aus Valyria gespielt habe, die eigentlich irgendeinem dunklen Gott geopfert werden sollte.
Die Mitglieder der Heldengruppe landeten durch eine Verkettung recht unglücklicher Umstände auch bei dem fiesen Magier, der meine Sklavin für die Opferung gekauft hatte, und sie mussten gemeinsam flüchten - wer will schon als Opfergabe enden? Erschwert wurde das Ganze dadurch, dass die Helden kein Valyrisch konnten, mein Char aber auch kein Westerosi, und sich ausser meiner Sklavin niemand in der Stadt auskannte, durch die man vor dem fiesen Magier und seinen Schergen flüchten musste. Geklaute Kleidung von einer Wäscheleine hat dann auch noch die Stadtwache auf den Plan gerufen .. kurz, es war chaotisch und unglaublich spannend ;)

5. Wenn es einen Publikumspreis für ein Abenteuer gäbe, gäbe ich meine Stimme für _____ von _____, denn _____.
Da muss ich nun leider doch passen - wie gesagt, ich verwende als SL selbst nie vorgefertigte Abenteuer, lese mich also auch nicht in solche ein und kann schlicht dazu nichts sagen. Wenn ich mal nach dem gehe, was mir Freunde und Bekannte erzählt haben, dürfte die "13 Gezeichneten" Kampagne für Das Schwarze Auge recht gut sein, vor allem durch die vielen wirklich dramatischen Ereignisse - aber selbst gespielt habe ich das leider noch nicht.

Über Nerd-Gedanken

Nerd-Frau Mitte 30 und Kreative aus Leidenschaft, die permanent unter Ideen-Überdruck leidet. Schreiben, zeichnen und neue Welten entwerfen sind meine Hauptbeschäftigung. Man findet man mich im Netz überall dort, wo interessantes Rollenspiel und faszinierende Menschen locken.

Auch auf Facebook, Google+ und Twitter erhältlich!

4 Eure Meinung zu den Nerd-Gedanken:

  1. Danke für Deine Antworten zur Quest. Eine 5 Stunden Session mit Sex, Drugs und Rock'n Roll? Ich bin dabei, aber nur wenn es kein Wild WIld Westernsetting ist ;-)

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    1. Was wäre denn Dein präferitertes Setting? :D Fantasy-Barden? :D

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  2. Na, wenn mein Charakter dann am Ende des Abenteuers nicht gefesselt und geknebelt unter einem Baum hockt, während die anderen sich an der Festtafel gütlich tun ... obwohl, da war doch noch so eine Challenge ...

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  3. Wild Wild West? Any time! :) Deadlands eignet sich ja ganz gut dafür; das ist ja ohnehin eines meiner Leib- und Magen-Settings und RPGs. Am liebsten in der Classic-Version, weil mir da die Regeln das angestrebte Spielgefühl noch besser unterstützen als Deadlands Reloaded, so sehr ich Savage Worlds sonst auch mag.
    Ansonsten habe ich gerade erst letztens "Through the Breach" kennengelernt, was meines Empfindens nach teilweise auch sehr Wild Wild West-like rüberkommt.

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